
Herford ist eine große kreisangehörige Stadt im nordöstlichen Nordrhein-Westfalen und zugleich Kreisstadt des Kreises Herford. Die Stadt liegt im Regierungsbezirk Detmold im ostwestfälischen Verdichtungsraum zwischen Bielefeld, Gütersloh und Minden und ist seit dem Mittelalter ein bedeutender zentraler Ort der Region. Sie zählt rund 67 000 Einwohner und erstreckt sich im Ravensberger Hügelland zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 789 zurück, als die Stadtwerdung datiert wird; im Mittelalter war Herford freie Reichsstadt und später Mitglied der Hanse. Heute trägt sie offiziell den Namenszusatz „Hansestadt“.
Als Kreisstadt prägt Herford das Verwaltungsgeschehen des Kreises Herford, eines der neun flächenmäßig kleineren Landkreise Nordrhein-Westfalens mit etwa 250 000 Einwohnern auf rund 450 km². Der Kreis liegt im Norden Ostwestfalens, grenzt an die kreisfreie Stadt Bielefeld sowie an die Nachbarkreise Minden-Lübbecke, Lippe, Gütersloh und den niedersächsischen Landkreis Osnabrück und gliedert sich in sechs Städte und drei Gemeinden, darunter Bünde, Enger, Löhne, Spenge, Vlotho sowie die Gemeinden Hiddenhausen, Kirchlengern und Rödinghausen.
Stadt und Kreis sind Verkehrsknotenpunkte mit guten Eisenbahn- und Straßenverbindungen; der Hauptbahnhof Herford ist ein wichtiger regionaler Knoten im Schienennetz Deutschlands. Die Wirtschaft in Stadt und Kreis ist durch ein breites Spektrum mittelständischer Industrie geprägt, typischerweise Möbel-, Maschinen- und Metallverarbeitung, ergänzt durch Dienstleistungs- und Handelsunternehmen.
Die Landschaft des Kreises ist flach-hügellig und durch mehrere Flussläufe wie die Werre, Else und Aa sowie naturnahe Grünzüge geprägt – ein Ergebnis der Beckenlage zwischen den Höhenzügen des Wiehengebirges und des Teutoburger Waldes.